Reclaim the Neckar – Wir räumen den Neckar auf

Wer zahlt für einen sauberen Neckar?

Ungeduldig? Gleich zur Aktion? Mitmachen? Hier, der Link zur Facebookseite.

Nachtrag 24.07.2010:
Der Artikel über unsere Aktion im Schwäbischen Tagblatt online und die Printausgabe hier (PDF).

Oder mehr über den Hintergrund erfahren und weiterlesen:

Wir schreiben den 17.07.2010 – in ein paar Tagen wird ein Artikel der Online-Ausgabe des Schwäbischen Tagblatts durch das virtuelle Tübingen und seine Social Networks gehen wie ein Lauffeuer: “Wer zahlt für einen sauberen Neckar“?

“Viele kühlen sich an diesen heißen Tagen im Neckar ab. Obwohl das Baden hier wegen der mangelnden Wasserqualität verboten ist. Ein Tübinger Student will herausfinden, wie viel die Bürger für einen badesauberen Neckar bezahlen würden” – so titelt das Tagblatt dieser Tage.

Urban Swimming?

Zugegeben, Tübingen ist nicht gerade “urban”, aber baden ließe sich eventuell hier doch ganz gut. Zu Zeiten des “Neckarbades” war das wohl auch unbedenklich. Eigentlich wird auch heute noch geschwommen, vor allem in diesem Sommer. Nur ist das zu aktuellem Zeitpunkt noch etwas ungesund. Und ja, leider verboten…

Vor ein paar Monaten war ich in Bern (CH) unterwegs und hörte zum ersten Mal vom Begriff “Urban Swimming” (Interessanterweise liefert Google bei einer Suche nach diesem Begriff auch zuerst den Link zu einem Artikel über urbanes Baden in der Aare in Bern). Mitten in Bern an der Aare gibt es nämlich ein Fluss-Freibad. Die Leute springen von den Brücken ins Wasser oder steigen vom Ufer in die reißend schnell fließende Aare ein und lassen sich ein paar hundert Meter oder gar einige Kilometer vom klaren grünlich schimmernden Wasser der Aare tragen. An bestimmten Stellen am Ufer sind dann Ausstiegsstege angebracht, bei denen man sich an Stangen und Seilen festhalten kann, um dem Strom wieder zu entkommen. Das ist Urban Swimming, wie ich es kennengelernt habe. Und so sieht das dann aus:

Es liegt nahe, dass Julian Kölbel, der Student, um den es in oben erwähntem Tagblatt-Artikel geht, das Urban Swimming ebenfalls in der Schweiz kennengelernt hat, denn er erwarb seinen Bachelor in “Umwelt-Naturwissenschaften” an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürch, bevor er zur renommierten Universität Oxford wechselte, um dort seinen Studiengang „Wasser-Wissenschaft, -Politik und -Management“ mit seiner Master-Arbeit “The Value of Urban Bathing Space” abzuschließen. Umso schöner, dass der ehemalige Schüler des Tübinger Uhlandgymnasiums nun diese Arbeit nicht über irgendeinen Fluss, sondern eben über den Tübinger Neckar schreibt.

Ihr könnt Julians Arbeit übrigens unterstützen, indem ihr diesen Fragebogen zu seiner Studie ausfüllt.

Reclaim the Neckar – Wir räumen den Neckar auf

Der Tübinger Neckar als Badeort? Viele nutzen derzeit den Neckar als Abkühlung, obwohl sein Wasser als “mäßig belastet” eingeordnet ist und das Baden eigentlich verboten, wenngleich toleriert ist. Ein paar Tübinger (eigentlich eine ganz bestimmte Person, deren Name hier aber des Datenschutzes wegen unerwähnt bleiben soll) aus der Twitter-Community “twuetopia” nehmen nun Julians Beispiel zum Anlass, selbst aktiv zu werden.

Was können wir selbst tun? Wir wollen wieder gefahrlos im Neckar baden! Wir wollen sauberes Wasser in Tübingen!

Um einen Anfang zu machen, werden wir versuchen, den ganzen Müll, der nicht in den Neckar gehört, dort rauszuziehen – jedenfalls auf einer möglichst großen Strecke. Wir hoffen, in einer konzertierten freiwilligen und kostenlosen Aktion genug Leute zusammenzutrommeln, damit die Sache auch über den intendierten symbolischen Nutzen hinaus wirksam wird.

WIR RÄUMEN DEN NECKAR AUF. Am Ufer und im Wasser. Wir zerren alles raus, was da nicht reingehört und packen es in unsere Müllsäcke. Natürlich wird das nicht so effektiv sein, wie es Julians geplante Maßnahmen sein könnten, wenn sie denn einmal umgesetzt werden – aber es ist ein Anfang. Denn wer möchte in einem Neckar baden, in dem alte Reifen, Fahrräder und Einkaufswägen unter der Brücke liegen?

Unterstützt uns und macht mit!

Großes Neckaraufräumen am Mittwoch, 21.07.2010 – Reclaim the Neckar.

Mehr zu dieser Aktion auf unserer Facebookseite “Reclaim the Neckarund der Eventseite dazu – wir treffen uns um 18.00 Uhr an der Treppe Neckarbrücke. Alles weitere erfahrt ihr dort.

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About Matt

Matt ist der Betreiber dieses Weblogs.
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4 Responses to Reclaim the Neckar – Wir räumen den Neckar auf

  1. Matt says:

    Heute erscheint ein Artikel über die Aktion Reclaim the Neckar auch im “Dialektischen Diarium”, Dia-Blog. Blogger Uli kann leider nicht mit dabei sein, spendet aber sogar eine Kiste Bier für die Helfer. Toll!

  2. Pingback: Aufräumflashmob « Dia-Blog

  3. Pingback: Reclaim the Neckar-Neckaraufräumen « Twuetopia

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