Buchstaben tanzen war gestern…

Buchstaben tanzen war gestern ;-)
…heute ist “Buchstabenhören” angesagt. Ein kleines Experiment:


Jeder ist musikalisch

Was man dazu braucht, ist lediglich eine kleine, kostenlose App für’s iPhone, genannt TonePad und ein bisschen Geduld. Ok, das Ding hat wenig mit Musik zu tun, aber darum geht’s hier auch gar nicht.

iPhone App TonePade

Was ich zeigen will, ist viel interessanter: Wird das Hören von Tönen mit einer visuellen Vorstellung verknüpft, fällt es leichter, Tonhöhen und -Abfolgen zu differenzieren.


Wie hört sich die musikalische Umsetzung einer Grafik an?

TonePad legt es ja schon nahe: Das quadratische Raster der Oberfläche verlockt, darauf zu malen. Ein Smiley oder Gesicht ist wahrscheinlich das erste, was man ausprobiert. Meist wird dabei musikalisch nicht viel sinnvolles entstehen. Aber die Idee lässt sich weiterentwickeln. Was mir dabei einfiel ist: Hier erzeugt ein Bild eine Klangfolge, lässt sich die Richtung aber vielleicht auch umkehren, so dass eine Klangfolge ein Bild oder eine visuelle Vorstellung erzeugt?

TonePad Smiley

Wie wäre es also, wenn man jemanden ein Bild auf der TonePad-Oberfläche zeichnen ließe, ohne dieses selbst zu sehen – und dann versuchte, allein über das Gehör herauszufinden, was da gezeichnet wurde?

Höchstwahrscheinlich wird das mit komplexeren Zeichnungen nicht funktionieren. Aber wie wäre es, wenn man zum Ausprobieren als Grundlage einfach mal das Alphabet nimmt?


Je genauer gezeichnet, desto leichter zu hören

TonePade Buchstaben zeichenTonePad Buchstaben hören

Überraschend, wie leicht es doch ist, nur über das Gehör herauszufinden, welcher Buchstabe gerade angezeigt wurde. Je genauer gezeichnet wurde, desto leichter ist es. Weniger gleichzeitig klingende Töne und exaktere “Linienführung” resultieren in einer leichteren Erkennbarkeit.  Sind die Buchstaben unregelmäßig gezeichtnet (wie im linken Bild), entsteht ein sehr holpriger Rhythmus und die verschiedenen, gleichzeitig erklingenden Töne mit unregelmäßiger Betonung wirken verwirrend. Steigt aber etwa eine Linie (wie rechts im “A”) ganz gleichmäßg an oder ab oder bleibt exakt auf einer Tonhöhe, ist es wirklich einfach zu hören, welcher Buchstabe gerade “gespielt” wird.

Am besten die Augen schließen und einfach zuhören – dann entsteht das Bild im Kopf ganz von allein.

Ein kleiner Tipp noch: Während man die Buchstaben zeichnet, den Lautsprecher stummschalten. Die Ungenauigkeiten, die man in der Entstehungsphase hört, wirken recht verwirrend und machen es schwieriger, den Buchstaben nachher richtig zu erkennen, weil man schon eine Art Erwartung oder “Vorbelastung” hat…

Mich würden eure Erfahrungen interessieren. Hat es geklappt? Und habt ihr musikalische Vorbildung, spielt ein Instrument, hört viel Musik oder seid völlige musikalische Laien? Erzählt doch mal kurz.

Viel Spaß beim Bilderhören… :-)

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About Matt

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2 Responses to Buchstaben tanzen war gestern…

  1. Matt says:

    Findet Ihr voll langweilig, was? Laaaaaaangweilig…..

  2. Alex says:

    Nein, finde die Idee ziemlich cool, ich mag die App TonePad.

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