Praktiken, die immer wieder auf Twitter vorkommen, aber nicht unbedingt förderlich für die Zuneigung der eigenen Follower sind.
Original gefunden auf “marketing communications (marcom) professional” s blog und hier (frei) übersetzt und angepasst. Nicht mit allen Punkten würde ich so ganz übereinstimmen, aber die meisten sind doch recht sinnvoll:
1. Man sollte Twitter nicht aus Faulheit als Google-Ersatz verwenden und Tweets dafür verwenden, Fragen zu stellen wie: “Um welche Zeit läuft nochmal der Tatort?”
2. Nicht ständig die Leute auffordern, doch bitte diesen Artikel auf digg, stumbleupon oder sonstwo zu verlinken. “Ich frag sonst ja nie, aber könntet Ihr diesen Artikel bitte diggen?”
3. Auch muss man sich nicht verpflichtet fühlen, die Anzahl der eigenen Follower öfter zu erwähnen. Besonders, wenn es erst 50 sind. Wer’s wissen will, weiß auch wo er die Information findet, nämlich auf der Profilseite. Oft liest man Dinge wie “Wow, heute habe ich die 50 voll gemacht, kommt Leute, kräftig followen!” Findet das irgendjemand sympathisch? Also ich würde da schon eher gleich unfollowen.
4. Die Aufforderung für einen ReTweet sollte nicht missbraucht werden. Es gibt sicher Fälle (wie etwa den Amber Alert, den Peterson nennt), aber meist ist es doch eher aufdringlich, nicht? “Please retweet: Meine ganz tolle neue Unterhose hier: www.twitpic… etc”
5. Ein Unfollow muss man doch nicht persönlich nehmen. Also nicht gleich weinen. Und erst recht nicht per tweet bekannt geben, wer genau da gerade ausgestiegen ist. “der @blödmann hat wohl keine Lust mehr auf meine wertvollen tweets, selber schuld”.
6. Jemandem (zum Beispiel mit einem Unfollow) drohen, weil er nicht auf die ständigen @-replys oder direct messages antwortet, die an ihn geschickt werden ist ziemlich gemein.
7. Folgt man nur Leuten, die exakt die eigenen Interessen und Meinungen vertreten, erweitert das den eigenen Horizont um ein zehnfaches. Nur bitte nichts neues Lernen und bitteschön: Wer eine andere Meinung hat als man selbst, der hat einfach unrecht!
8. Muss man wirklich seine Twitter Rankings tweeten? Es gibt zwar genug Tools, seinen Status in Top-Lists zu analysieren, welches Ranking hat man unter den aktivsten Twitterern, wer schreibt am öftesten, wer hat die meisten Follower, wer die effektivste Wirkung auf das Twitterversum, aber: WEN INTERESSIERTS?
9. Twitter als primäres Organ zur Ankündigung der eigenen Events und Produkte zu nutzen nennt Frau Peterson “faules Marketing” für die Leute mit Followern und “Dummes Marketing” für jene ohne Follower.
Ups, ich nutze Twitter als eingebundenen News-Feed auf villamusica.info – habe ich genug Follower, um schon faul zu sein, oder bin ich noch dumm?
10. Psst!!! Man muss nicht ankündigen, wem man selbst jetzt aufhört zu folgen, weil er nur noch Müll tweetet. Das mag ja tatsächlich der Fall sein, aber da dürfen die anderen doch selbst entscheiden, oder?
11. Nicht die Regeln tweeten, nach denen man andern folgt oder nicht, damit die auch gleich wissen, ob sie ein back-follow von einem erwarten dürfen oder ob es für sie überflüssig ist, Euch zu folgen.
12. Den 12. Punkt erlaube ich mir von Petersons 12. abzuwandeln und einen eigenen hinzufügen, der mir immer wieder am Herzen liegt:
Man tut sich selbst keinen Gefallen, wenn man 150 Twitterern folgt, die bei einer Suche bei search.twitter.com zufällig einmal das passende Keyword getweetet haben, in der Hoffnung, die würden einem dann alle ebenfalls folgen. Das tun sie vielleicht – aber will man wirklich das Gewzitscher von 100 Vögeln hören, die fragen wann jetzt der Tatort nochmal läuft oder Geschichten von ihren neuen Unterhosen erzählen?